Über Menschen und anderes Gezücht

Manchmal gibt es Tage, da weiß man schon beim aufstehen, dass sie verdammt gut werden. Man springt aus dem Bett, mit der Geschmeidigkeit einer Raubkatze, und fühlt sich bereits vor dem ersten Kaffee richtig gut. Was kann an einem solchen Tag schon schief gehen?

Nichts. Nicht mal, wenn man Ihr begegnet. Der wohl einzigen Frau, der ich niemals verzeihen kann. Eine meiner einstmals besten Freundinnen, die auf die glorreiche Idee kam, mich aus dem Nichts heraus anzugreifen und schlecht zu machen. Weil ich mal keine Zeit für ihre lächerlichen Problemchen hatte, die sie schon seit Jahren mit sich herum schläppt ohne im Traum daran zu denken, sie zu lösen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf dem Weg zum Arzt stand diese Person mitten im Flur vor mir. Starrte mich aus hasserfüllten Augen an und schnappte: „Morgen!“ als müsse sie mir beibringen, dass man grüßt. Dabei war ich nur höflich, wollte sie doch laut ihrer Aussage nie wieder mit mir reden. Ich respektiere die Wünsche anderer, auch wenn ich sie nicht immer nachvollziehen kann.

Ich murmelte also auch ein Morgen und ging weiter. Schließlich hatte ich einen Termin. Und damit war sie aus meinen Gedanken verschwunden. Erst viel später kam mir dieser Blick wieder in den Sinn: hasserfüllt, aber auch dunkel und traurig. Hat sie nicht damit gerechnet, dass ich mich wirklich gänzlich zurück ziehe und weiterhin ein glückliches Leben führe? Meine Zufriedenheit und mein Glück sind nicht an eine Person geknüpft. Natürlich fand ich das alles damals bedauerlich, aber ich wusste auch, dass es kein Loch in mein Leben reißen würde.

Da wo ich früher meine Nachmittage damit zugebracht habe, mir ihre langweiligen Liebeseskapaden anzuhören, gehe ich jetzt mit Freunden Eis essen, bummele mit einer Freundin durch die City oder genieße einen gechillten Tag zuhause. Überhaupt kein Problem.

Was nicht heißen soll, dass mir meine Freunde egal sind. Aber ich habe nur Platz für die, die es ehrlich meinen und mit denen ich ab und zu auch mal schöne Zeiten erleben kann. Auf Menschen, die mich nur benutzen, um ihren Müll abzuladen, kann ich dankend verzichten. 😉

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