Es gibt so Tage

… da ist einfach die Luft raus. Es gibt so Tage, da möchte man sich nach dem Aufstehen am liebsten direkt wieder ins Bett legen und weiter schlafen. Heute ist so ein Tag. Und das ganz ohne Grund. Es steht nichts schlimmes auf dem Plan, gestern war ein schöner Tag – und trotzdem könnte ich heute einfach nur schlafend in der Ecke liegen. ^^

Schlimm? Vielleicht hat das jeder mal. Vielleicht braucht man das auch mal. Einen Tag, an dem einfach nichts läuft, an dem man sich auf das besinnt, was wichtig ist. Es ist nämlich entgegen der allgemeinen Meinung nicht wichtig, dass wir alle dauerhaft funktionieren wie kleine Zinnsoldaten, sondern vielmehr, dass es uns längerfristig gut geht mit dem, was wir tun.

Die Gesellschaft lehrt uns, dass wir uns für solche „Aussetzer“ schämen müssen, dass es sowas nicht geben darf. Es hat einem gut zu gehen und dann hat man auch zu arbeiten. Das Blöde ist nur, dass der Mensch so nicht funktioniert. Wir sind Wesen mit unterschiedlichen Schaffensphasen. Mal ist man sehr produktiv, dann wieder eher nicht so. Immer das gleiche zu erwarten, ist grundsätzlich ein unnatürlicher Vorgang.

Nun ist es nicht so einfach, sich gegen die Allgemeinheit zu stellen. Da steht man schnell alleine da und fühlt sich als Außenseiter. Und dennoch, dennoch sollte man in unserer Zeit darauf achten, zwischen all den wichtigen und unwichtigen Verpflichtungen nicht zu kurz zu kommen.

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Wo Leben und Tod sich treffen

Sind es die vorsilvestrigen Depressionen, weil sich das Jahr dem Ende neigt, dass man über alles noch mal nachdenkt? Oder ist es einfach nur meine Art, das Jahr Revue passieren zu lassen? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Ein stetiges Auf und Ab war es. Gerade zum Jahresende hin.

 

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Kurz vor der Adventszeit ist meine Großmutter gestorben. Und das, nachdem wir uns endlich näher gekommen waren. Manchmal geschehen Dinge, die einfach gemein sind und keinen tieferen Sinn ergeben. Über die Feiertage habe ich es geschafft, damit meinen Frieden zu schließen, lässt es sich doch eh nicht ändern. Doch dann erfahre ich am gleichen Tag, dass die Mutter eines guten Freundes verstorben ist und auch Lemmy ist von uns gegangen. Verluste, die auf ganz verschiedenen Ebenen eine Lücke hinterlassen, aber dennoch schmerzhaft sind und schwer wiegen. Sie werden fehlen, alle, jeder auf seine Art.

 

 

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Kann das durch etwas Positives aufgefangen werden? Ich hoffe es doch sehr. Ich möchte hier mein Glück nicht in den Vordergrund drängen, auch wenn ich immer noch Herzklopfen bekomme, wenn mein Schatz mich anschaut. Nein, ich möchte mich für andere freuen! Besonders glücklich bin ich für meinen besten Freund, der nach einigen sehr schlimmen Jahren endlich eine tolle Frau gefunden hat. Ihr Winterglück ist so schön und rein. Ich wünsche ihnen nur das Beste. :-*

 

 

Also auf die Liebe, auf neue und alte Freunde und auf die Lieben, die wir niemals vergessen werden.

Jungle Bells^^

Bin immer noch ganz und gar im Weihnachtswahn. Irgendwie lief dieses Jahr nichts so richtig rund, wie ich es gewohnt bin.

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Angefangen bei den Geschenken, die ich tatsächlich erst im Dezember für meine Familie gekauft habe. Was es gibt? Verrate ich hier nicht, nicht, dass noch einer hier rumstöbert und sich vor Morgen die Überraschung verdirbt. *g* Noch etwas stressiger wurde es, als mein Schatz mir am 13. Dezember eröffnete, dass er mir ein Weihnachtsgeschenk besorgt hätte. Und das, obwohl wir uns nix schenken wollten! 😮 Da musste ich natürlich noch mal schnell los und was tolles finden.

Aber auch andere Weihnachtstraditionen hakten dieses Jahr ein wenig. Der übliche Weihnachtsmarktbesuch mit meiner besten Freundin, samt Feuerzangenbowle und am besten noch einem schönen Kinofilm hinterher klappte erst letzte Woche. Bei viel zu warmen Temperaturen und ohne Kino am Abend – was der eher überschaubaren Anzahl sehbarer Filme geschuldet ist. Was waren das für wunderbare Jahre, als wir zu Weihnachten mit so schönen Sachen wie Harry Potter und Herr der Ringe gesegnet waren. *seufz*

Dennoch: jetzt steht der Baum, die Geschenke sind verpackt, Weihnachten kann kommen.

Das Bild in meinem Kopf

Der Freund deines Feindes ist dein Feind. Oder nicht?

Ich muss gestehen, ich kann das nicht mehr klar bejahen. Ja, es gibt einen Menschen, der sich als hinterhältiger Feind heraus gestellt hat. Ja, einer meiner Freunde ist mit dieser Person befreundet. Aber macht ihn das zu meinem Feind?

Oder nur zu einem Opfer der Falschheit dieser anderen Person? Sie ist eine sehr gerissene und geschickte Lügnerin und erschreckend gut darin, Menschen zu manipulieren. Wahrscheinlich glaubt er wirklich, das richitge zu tun während er nun seinerseits von dieser Kreatur ausgenutzt wird. Jahrelang dachte ich ja, sie würde es ehrlich meinen. Ein Mensch, der einem hilft, kann doch nicht schlecht sein. Doch! Dieses Wesen hilft nur, weil es sich davon etwas verspricht, weil es davon etwas hat.

Das ist abartig und widerlich!

Abgesehen davon, dass ich hier namenlos schreibe, halte ich mich zurück. Schließlich handelt es sich um erwachsene Menschen, die wissen müssen, was sie tun und wem sie vertrauen.

Ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, dass man dieser Person nicht trauen kann. Sobald man einen einzigen „Fehler“ macht – aus ihrer Sicht – ist man unten durch und das Letzte. Ohne Chance, etwas richtig zu stellen. Sie geht damit hausieren und macht einen zu dem Monster, das man ihrer Meinung nach ist. Manche Menschen fallen auf ihr Geheule herein – die meisten zum Glück jedoch nicht.

Ich wünschte, ich könnte in die Welt hinaus schreien, vertraut dieser Person nicht! Aber ich möchte keine Anzeige riskieren, weil ich ihren schmutzigen Namen in den Mund genommen habe. Dennoch muss sie nicht denken, dass sie ihr Unwesen treiben kann. Ich habe ein wachendes Auge auf meine Freunde und wenn sie sie zerstören und in den Boden stampfen will, bin ich schon da. Ein wachender, und für manche drohender Schatten in der Dunkelheit zwischen Schlaf und Wachen.

Spiegelscherben

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Es ist mir zum Glück noch nie schwer gefallen, meinen eigenen Weg zu gehen. Zur Not auch ein Stück allein.

Was in meiner Kindheit oft kritisch als Eigenbrötlerei begutachtet wurde, ist Heute eindeutig eine nicht zu missachtende Stärke. Es gibt zu viele Menschen, die an deiner Seite gehen, aber nicht mit dir gehen. Die nur so weit da sind, wie du in ihre Richtung folgst und keine Fragen stellst.

Keine Fragen, keine eigene Meinung, sei ein Spiegel, der den Leuten zeigt, was sie sehen wollen. Nicht mehr, aber auch ja nicht weniger. Nur so bleiben sie dir erhalten.

Natürlich nicht alle. Manche sind auch wirklich an deiner Seite und gehen mit dir durchs Leben, komme was da wolle. Aber das sind die Ausnahmen. Von daher bin ich froh, dass ich mich auch mit „wenigen“ wirklich guten und verlässlichen Freunden wohl fühle. Ich brauche keine 100 Leute, denen meine Meinung egal ist. Ich will nicht der Spiegel für irgendwen sein.

Ein Spiegel, der ich in manch einem Fall auch gar nicht sein kann. Es gibt Menschen, die ich bei aller (ehemaliger) Freundschaft nicht verstehe. Die Dinge tun und mögen, die ich nicht im geringsten nachvollziehen kann. Da habe ich mir Zeit genommen, habe mir die Geschichten angehöhrt und konnte das Erzählte einfach nicht nachempfinden.

Wenn dann behauptet wird, dass das gar nicht schlimm sei, weil man sich ja so gut versteht – frage ich mich: ist das denn wirklich so? Kann man sich wirklich gut verstehen, wenn man sich nicht versteht? Wenn man in verschiedenen Welten lebt und die andere nicht leiden kann?

Nein, dann hat man sich einem Trugbild hingegeben. Hat sich zu diesem hässlichen Spiegel für jemanden machen lassen. Man kann ihn nur noch zerschlagen oder sich aufgeben. Spiegelscherben sind ein glänzender Neuanfang.

Stille, in Worte gefasst

Stunden, Tage … vielleicht sogar Wochen … wurden durchgesprochen. Über Filme, Musik, Klamotten und Jungs. Ja, ganz besonders über Jungs. Das schönere Geschlecht fasziniert ja ungemein. Das kann Frau nicht für sich behalten. Neinnein. Das geht nicht.

Und dann plötzlich: angekündigte Stille. Hass, Wut, Enttäuschung, und das alles ohne Vorwarnung. Und Stille.

picture-0085Stille? Moment… War das nicht dieses Geräusch ohne Geräusch? Dieser Zustand, in dem nichts passiert? Dann war diese aber sehr laut. Irgendwie kaputt.

Ich will ja nicht mehr mit dir sprechen, aber… Ich gehe gleich, aber… Du bist ein ganz ganz schlechter Mensch, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben…

Aaaaaber keine Woche später: Hallo, wie geht´s? Ich habe gesehen, ich habe hier noch Sachen von dir.

Der Versuch, die Dinge zurück zu tauschen, damit jeder wieder hat, was seins ist. Oder besser gesagt: der Versuch, einen Termin zu finden, an dem man das tun könnte. Denn…

Palaver palaver, wann man Zeit dafür finden könnte. Entschuldigungen, dass einzelne Teile doch nicht da sind, da die Katzen sie angeblich versteckt haben. Schnatterschnatter. Eigentlich wunderbar.

Wenn da nur nicht diese Aussage gewesen wäre, dass man ein ganz schlechter Mensch ist.

Es passiert ja, dass man bei einem Menschen merkt, dass man keinen Kontakt mehr zu ihm pflegen möchte. Aber dann unterlässt man es ab dem Zeitpunkt doch auch? Oder nicht? Irgendwie erscheint es unsinnig, eine Freundschaft zu beenden, wenn danach täglich Kontakt zu diesem Menschen gesucht wird.

Grund: Mangel an Freunden? Es wurde gesagt, es gäbe ja soo wenig Freunde im Leben und man sei darüber so arg traurig. Nun ja, wenn man Freunden ohne Grund in den Arsch tritt, hat man irgendwann nicht mehr viele – das ist eine Tatsache.

Vor allem aber ist es ein Punkt, an dem ich kein Mitleid mehr habe.

Bin ich ein schlechter Mensch?

Bin ich ein schlechter Mensch?

Diese Frage habe ich mir seit Gestern bestimmt ein dutzend mal gestellt.

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Anlass sind die Vorwürfe einer guten Freundin. Sie hatte für mich seit vielen Jahren den Stellenwert einer besten Freundin. Und nun kam sie mit den Vorwürfen, ich sei nie für sie da, denke nur an mich und würde sie belügen. Vorweg gesagt sei, dass ich sie niemals angelogen habe. Das habe ich nicht nötig. Wenn mir was nicht passt, habe ich es in einer Freundschaft noch immer geschissen gekriegt, es meinen Freunden ins Gesicht zu sagen. Nicht wie sie, die auf den letzten Metern unserer Freundschaft hinter meinem Rücken auf Facebook über mich herziehen musste.

Sehr schön fand ich  den Vorwurf, dass ich nie für sie da gewesen wäre. Um das zu verstehen, muss ich erwähnen, dass ich eine gute Stunde brauche, um bei ihr zu sein. Wenn sie sich gemeldet hat weil sie Gesellschaft brauchte oder es ihr nicht gut ging, war ich dennoch so schnell es ging auf dem Weg zu ihr. Dass ich nicht absolut immer sofort unterwegs war…na ja, ich bekenne mich schuldig, ich habe ein Privatleben. Aber als sie beispielsweise im Krankenhaus lag und sonst absolut niemand zu ihr gefahren ist – war ich da und habe ihr alles besorgt, was sie so brauchte. Meinen Arbeitstag habe ich aufgeschoben und Nachts nachgeholt (freier Arbeitseinteilung sei dank). Aber ich bin ja nie da, wenn man mich braucht.

In einem weiteren Fall, den sie mir vorwirft, habe ich mir „nur“ fünf geschlagene Stunden Zeit genommen, um mir die gleiche Geschichte zum hunderdsten Mal anzuhören. Und danach zu meinem Schatz zu fahren, den ich seit fast zwei Wochen nicht gesehen hatte. Das mag hart sein, aber sie hat mich in einer ähnlichen Situation hängen lassen, um zu einem ONS zu fahren. Wie kann man das eine gutheißen, und für das andere eine Freundschaft opfern? Mal ernsthaft! Ganz davon zu schweigen, dass ich mich damals, blöd wie ich bin, dafür entschuldigt habe, sie ihr Verhalten aber immer vollkommen normal fand.

Ich glaube inzwischen, dass ich ihr in den letzten Jahren viel zu viel habe durchgehen lassen. Ständig hat sie mich angemault weil sie mit ihrem Leben unzufrieden ist. Dinge, an denen ich nichts ändern kann. Das muss sie, wie jeder erwachsene Mensch, schon selber tun. Wenn man unglücklich verliebt ist, hat man eindeutig mein Mitgefühl, aber es ist schon ein wenig bescheuert, sich über Jahre daran zu klammern, zu wehklagen und seine Freunde damit zu vergraulen, dass man nur noch zickt und jeden anmotzt.

Wahrscheinlich hat sie nie damit gerechnet, dass ich es mir eines Tages nicht mehr bieten lassen würde. Bestimmt war ich in ihren Augen das kleine Dummchen, das man auch in Zukunft anschnauzen kann wenn man mal wieder schlecht drauf und untervögelt ist! Aber meine Geduld ist nicht biblisch. Irgendwann ist sie aufgebraucht. Und dann gibt es nur noch…ein klein wenig Wut auf mich, dass ich den Scheiß so lange mitgemacht habe, Enttäuschung, dass ich auf so einen Menschen hereingefallen bin und ihm meine Zeit geopfert habe und ein Müh Mitleid.

Das ist ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Fehler zu erkennen. Und der so weitermachen wird, bis er keine Freunde mehr hat. Oder sich eben immer wieder neue sucht, die er dann vergrätzen kann. Was für ein armseliges Leben.

Sie hat mir gewünscht, ich möge Menschen treffen, die sind wie ich, damit ich erfahre, wie scheiße sich das anfühlt. Habe ich schon. Sind meine besten Freunde. Wuderbare Menschen, denen ich wichtig bin, die in ihren Möglichkeiten immer für mich da sind, und denen ich ihr Leben gönne – auch wenn das bedeutet, dass ich manchmal eine Woche darauf warten muss, bis wir uns sehen können. Aber ein Freund ist schließlich kein Besitz.

Nachtgedanken II

Da ist es Sonntag Nacht, kurz nach 0 Uhr und eigentlich sollte ich langsam an Schlaf denken. Doch er will heute einfach nicht über mich kommen. Schande aber auch!

Wach und irgendwie noch ein wenig aufgekratzt habe ich wieder daran gedacht, dass ich letztens herzlich darüber lachen musste, dass ein paar Menschen sich darüber aufregen, wie und dass ich das Wort „true“ hier benutze. Oder wie ernst ich die Musik nehme. Darum nutze ich meine akute Aufgekratztheit für Aufklärungsunterricht. ^^

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Mir ist bewusst, wie viele – vor allem sehr junge Metaler – mit dem Begriff „true“ umgehen. Sie haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, was die richtige Musik ist, hören sie tagtäglich rauf und runter und jeder, der eine andere Band favorisiert, ist ihnen ein Graus. Aber gerade das meinte ich nicht. Ich weiß nicht mal, ob meine Definition von „true“ sein so viel mit Metal zu tun hat. Es bedeutet mir, dass man ist, wer man ist. Und dieser jemand auch sein kann und darf. Vor allem das dürfen ist häufig ein Problem.

Ein weiterer Vorwurf war, dass ich mich mit einem Mann an meiner Seite so lange so schwer getan hätte, weil ich meine Weiblichkeit verleugne. Bullshi…! Meinetwegen kann jeder, dem es gefällt, sich Pastellfarben anziehen und damit glücklich sein. Ein paar meiner liebsten Freundinnen sehen in meinen Augen aus wie süße Papageien. :-* Aber zu denken, dass ich zu finster bin und deswegen die holde Männerwelt abgeschreckt habe? Ich weiß ja nicht. Ich möchte einfach nur ich selbst sein. Morgens aufstehen und anziehen, wonach mir der Sinn steht. Ob das nun ein Sommerkleid oder ein Bandshirt ist, sollte doch für die Menschen, die mir besonders am Herzen liegen, egal sein. Oder?

Denn am Ende, wenn man ehrlich ist, wünscht man sich doch nur einen Menschen, der einen so gern hat, wie man ist. Vor dem man sich nicht verstellen muss.

Des Pudels Kern?

Gerade in der letzten Zeit sind mir immer wieder Menschen über den Weg gelaufen, die ich für ihre Stärke und Leidensbereitschaft bewundere. Was sie durchstehen, würde viele zerbrechen. Doch höre ich ihnen länger zu, schwindet zwar mein Respekt nicht, doch es gesellt sich auch ein wenig Traurigkeit dazu. Denn es scheint so, als müssten sie einen Teil von sich selbst opfern, um in dieser Welt weiter bestehen zu können. Den sanften, guten, zu Liebe und Freundlichkeit fähigen Teil.

Sie sind nicht unfreundlich. Die meisten sind die freundlichsten Menschen, die mir je über den Weg gelaufen sind. Aber es ist … eine Hülle. Ein wenig wie Schattentheater. Diese Menschen sind nicht mehr vollständig da. Ihr Leben hat ihnen zu viel von sich genommen. Warum ist  das so? Und woher kommt dieses Phänomen?

Während an vielen Stellen behauptet wird, dass unsere Welt schnellebig ist und Menschen sich weder festlegen, noch beziehungsfähig sind, glaube ich, dass die sanftmütigen dieser Welt dazu gemacht werden.

Sind diese Menschen naiv? Möglich. Doch sind wir nicht alle etwas blauäugig, wenn wir mit dem Herzen sehen? Es ist nicht überraschend, dass die, die ohne jede Zurückhaltung alles gegeben haben, nach schlechten Erfahrungen die Welt aufgeben und sich verschließen. Wenn man ihnen Heute erstmalig begegnet, sind sie unnahbar und aus Sicht mancher sicherlich auch unfreundlich. Hart und abweisend. Nur, wer es schafft, hinter die Mauer, die sie errichtet haben, zu schauen erkennt welch gute Menschen sie sind.

Mich hat dies zwei Dinge gelehrt: Man sollte achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen und sie niemals absichtlich verletzen. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, man weiß nicht mit welchen Wunden dieser Mensch schon herumläuft. Und es kann sich lohnen, den scheinbar Abweisenden einen zweiten Blick und Zeit zum Auftauen zu gönnen. So viel Geduld und Zeit sollte jeder für seine MItmenschen aufbringen können.