Follow your dreams

Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit. – Charles Dickens

Folge deinen Träumen. Bleib dir selber treu. Sei stark. Alles gute Ansätze, denen sie folgen möchte. Wenn bis auf wenige Ausnahmen aber alles schief geht und die Welt sich gegen einen stellt, ist das gar nicht so einfach. Schöne, harmlose Worte können dann zu scheinbar unerreichbaren Illusionen werden.

Es ist nicht leicht, man selbst zu bleiben, wenn daran kritisiert wird. Zwar vollkommen grundlos, das weiß man – dennoch nervt es. Sie wird sie selbst bleiben, schon allein aus Trotz. Sie zu ändern haben schon ganz andere versucht und sind kläglich gescheitert. Dennoch: es nervt.

Es ist nicht leicht, seinen Träumen zu folgen, wenn sie belächelt werden. Und es ist noch schwerer, wenn manchen privaten Träumen die schwindende Gesundheit des Großvaters im Wege steht. Das klingt böser, als es gemeint ist. Nur: wenn er ständig jemanden um sich braucht, ist es schwer, schlichtweg unmöglich, sich einfach mal eine Auszeit zu nehmen und der Stadt den Rücken zu kehren. Man möchte rennen wie ein wilder Wolf, aber es geht einfach nicht. Nicht, ohne Opfer, die zu bringen man nicht bereit ist.

tumblr_mbv68qT6Xn1rgjr6eo1_1280

Sei stark! Sie trotzt, sie hält durch und lächelt, wenn sie kurz davor ist, zusammen zu brechen, weil es alles andere als einfach ist, wenn ein geliebter Mensch vor deinen Augen immer weniger wird. Leicht ist es nicht. Da hilft in manchen Situationen nur der eine Mensch, der immer das Gute in ihr sieht, selbst wenn sie es selber nicht mehr sehen kann. Der ihre Stärke kennt, weil sie an seiner Seite für einen Moment schwach sein darf. Denn er ist ihre Stärke, wenn sie nicht stark sein kann, und ihr Schild, wenn sie einen braucht.

Und diese Momente machen aus den schlimmsten Zeiten gleichzeitig die besten.

Advertisements

Herbstblues?

Es gibt Tage, da möchte man vor Freude singen und tanzen.

Es gibt Tage, da möchte man sein Gegenüber anschreien und für eine gerechte Sache kämpfen.

Und es gibt Tage, da möchte man sich vor der Welt verstecken und nie wieder heraus kommen.

Diese ganze Woche ist so ein Tag, an dem ich mich verstecken und nicht wieder raus kommen möchte. Die Woche begann mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Viel schlimmer kann eine Woche eigentlich nicht beginnen, oder? Ich war direkt am Ende, wollte mich nur einkugeln und meiner Trauer freien Lauf lassen, bis ich es geschafft hätte, die Trauer zu verarbeiten.

Nun, da ich zur Zeit aber auch nur einen Nebenjob habe, bemüht sich das Arbeitsamt, mir das Leben ein bisschen stressiger zu machen. Aus diesem Anlass hatte ich direkt am Dienstag einen Termin bei einer sehr netten Dame. Die mir nach nur einer Frage ihrerseits und vier Sätzen meinerseits sagte, dass ich vollkommen ungeeignet für jeden meiner Traumjobs wäre. Weil ich nicht schreiben könne. Sie habe sich ein Anschreiben durchgelesen und das sei nur durchschnittlich, bei weitem nicht ausreichend für jemanden, der texten möchte.

Pah! Und dennoch: in der Situation und meiner niedergeschlagenen Laune diese Woche…war es einfach zu viel. Ich habe mir ihre Fragen angehört und sie beantwortet, aber als sie immer hitziger wurde, habe ich klar gesagt, dass ich zur Zeit nicht in der richtigen Verfassung für sowas bin. Der Tod eines nahen Verwandten sollte einem doch ein bisschen Schonzeit einräumen. Danach wurde sie tatsächlich freundlicher, hat den Termin verschoben.

Und dennoch…Ich habe immer geschrieben und getextet…seit ich denken kann, hat sich alles darauf hin ausgerichtet und bisher haben mir erfahrerne und erfolgreiche Menschen in dem Bereich gesagt, dass sie viel Potenzial bei mir sehen…dennoch: Wer bin ich denn nun, wenn ich nicht schreiben kann? oO